Donnerstag, 31. Oktober 2013

Domekraft? Wie bitte?

Dome 1.0

Es war einmal das wunderschöne Festival "Ancient Trance" in Taucha bei Leipzig. Wie jedes Jahr voller schöner Menschen, Maultrommeln und Weltmusik. Und wie jedes Jahr Anfang August war ich auch dieses Jahr wieder dort und hatte eine wunderschöne Zeit. Zu diesem Anlass besuchen mich in Leipzig immer einige Freunde aus der alten Heimat im Süden.

Anders war dieses Jahr nur, das ich schon seit dem Frühjahr die fixe Idee hatte, einen "Geodome" zu bauen, also ein Kuppelzelt in ultraleichtbauweise. Und das möglichst aus nachwachsenden bzw. schadstofffreien/umweltverträglichen Materialien, z.B. Bambus.

Ich hatte das Buch "Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde" von Buckminster Fuller gelesen, und war einigermaßen neugierig darauf, diese erstaunliche Geometrie aus dem Reich der Moleküle in groß zu erleben. Oder anders gesagt, ich wollte in einem Dome sitzen und fühlen wie das ist.

Ich hatte nicht viel, aber folgendes habe ich mir von meinem minimalen Budget aus dem Baumarkt geholt:

  • 65 Bambusstangen, 12-14mm/150cm
  • Kabelkanal-Rohr 16mm (Verbinder)
  • Schrauben und Muttern (Verbinder)
  • 2 5x6m "NaTo-Planen"
  • und eine Idee wie ich das zusammenbauen wollte

Letztendlich haben Enthusiasmus und Engagement guter Freunde gemeinsam mit mir aus der Idee und den Materialien ein richtiges Bauwerk entstehen lassen.

Aufgrund von Materialmangel blieb uns am Festival allerdings nichts anderes übrig, als den ersten Prototyp des Domes als einen 7-eckigen unregelmäßiger Kartoffeloid zu bauen. Erste Probe-Nutzungen ergaben, dass die Form schon entscheidend für die Gemütlichkeit ist, aber alles in allem: Plane drunter, Plane drüber, und hat funktioniert.
Erster tag: der Dome steht

Zweiter Tag: der Dome steht immernoch

Ist gemütlicher, als man annehmen möchte

Nach dem Festival stellte sich die Frage: wie kriege ich nun meine 5 Freunde in meiner 11qm Dachmansarde unter? Einfach den Dome im Park aufbauen! Es war warm, ich wusste wie es geht, wir waren viele motivierte Menschen und vor allem wollten alle endlich sehen wie der RICHTIGE, kugelige Dome aussieht und sich anfühlt :)

Gesagt getan, nach dem Festival gings erstmal zum Baumarkt, Material einkaufen. Danach in den Clara-Zettkin-Park und los gings! (Übersicht auf Google Maps)
Alle Aufgaben sind verteilt, auch Fahrrad halten ;)

"Alle müssen was tun" von Funny van Dannen

Es wird langsam dunkel, aber wir kommen vorran

Richtfest, vor Dunkelheit!

etwas Deko für die Gemütlichkeit

Noch ein paar Heringe...

...und Abendessen für die fleißigen Häuslesbauer
Geschafft, Feierabend :D
Und so ging er los, der Dome-Park-Wohnkommunismus, da haben wir vieles geteilt. Und wer noch Fotos davon hat, darf sie gern auch noch hier teilen.

Nebenbei hat das Leipziger Wasserfest aufgebaut, ein Haufen Fressbuden und Konzertbühnen im Park. Wir hatten sogar Gelegenheit einen Budenbrand von Ferne mitzuerleben. Allerdings haben die Jungs geschlafen, die Mädels haben zum Glück den Braten gerochen und die Feuerwehr gerufen.

Später in der selben Nacht haben die Mädels dann sogar eine Wildschwein-Familie über die Wiese laufen sehen, mit den leicht überforderten Ordnungshütern gleich hinterher. Muss ein Bild für die Götter gewesen sein; hätte ich gern gesehen. Die selbe Familie an Schweinen wurde später noch in der Innenstadt gesehen. Wer weiß, wovor die geflüchtet sind?
Artikel Wildschweine in Leipziger Innenstadt [OAZ]

Wer selber einen Dome bauen möchte, oder einen bestellen mag, kann sich gerne bei mir melden. Entweder über die Email im nächsten Absatz, oder über mein Google-Konto.

Und noch ein Aufruf an alle die Fotos gemacht haben, bitte meldet euch bei mir locvc56 at gmx punkt de (at ersetzen durch "@" und punkt durch "."). Würde mich sehr freuen von euch zu hören und Fotos von der schönen Zeit zu haben :)

Links:
Ancient Trance
Geodome
Danach in den Clara-Zettkin-Park und los gings! (Übersicht auf Google Maps)
Artikel Wildschweine in Leipziger Innenstadt [OAZ]

Fortsetzung folgt... :)
English version coming soon!